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» Eröffnungs-Pressekonferenz zur Light+Building 2008

Statement von ZVEH-Präsident Walter Tschischka

Eröffnungs-Pressekonferenz zur Light+Building 2008

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Elektrobranche ist in Bewegung, und Messen dieser Größenordnung sind immer beides: Impulsgeber und Branchenbarometer. Wir erwarten uns also in jeder Hinsicht richtungweisende Ergebnisse von der Light+Building 2008.

Ich spreche heute als Repräsentant der Branche zu Ihnen, aus der die meisten Besucher zur Light+Building kommen. Die Light+Building ist eine Messe für Architekten, Planer, Ingenieure, Techniker – und sie ist vor allem eine Messe für das Handwerk! Zur vergangenen Light+Building kamen über 36.000 Besucher aus handwerklichen Unternehmen und stellten damit mehr als ein Viertel des Fachpublikums und die größte Besuchergruppe.

Was bewegt derzeit die rund 78.000 elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe in Deutschland?
Da sind im Besonderen zwei Punkte zu nennen:
1. Im Rahmen der gesellschaftspolitischen Diskussion um den Klimawandel rücken die Energiehandwerke in den Fokus. Alles dreht sich ums Energiesparen und um sinnvolle, effiziente Nutzung von Energie. Der Beratungsbedarf der Kunden ist enorm gestiegen. Ich nenne an dieser Stelle nur das Stichwort Energiepass. Diese neue gesetzliche Anforderung für Gebäude ist inzwischen hinlänglich bekannt.
2. Der Beruf des Elektrikers befindet sich im Umbruch. Die rasanten technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre verlangen ein neues Denken und Handeln in den Elektro-Handwerksbetrieben. Aus dem ehemaligen Elektroinstallateur wird ein Systemintegrator – übergreifende und komplexe Angebote und Leistungen sind gefragt.

Beide Strömungen stehen im Mittelpunkt des 500 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstands der Elektrohandwerke auf der Light+Building in Halle 9.0, Stand Nr. C70/80/96 D80. Der ZVEH als Branchenverband und ideeller


Träger der Messe hat den Berufsalltag seiner Mitglieder mitten in die Messe geholt. Die Sonderschau „Intelligentes Haus der Gegenwart“ setzt praxisnah um, was die anderen Aussteller an ihren Ständen in der Theorie präsentieren. Hier wird moderne Gebäudetechnik in Funktion gezeigt: Alle Produkte, die im Intelligenten Haus gezeigt werden, sind praxiserprobt, alltagstauglich und während der Messe in vollem Betrieb.

Modellhäuser für intelligentes Wohnen der Zukunft gibt es inzwischen jede Menge – das besondere an diesem Intelligenten Haus ist, dass es den Mitgliedern zeigt, was realistisch heute, hier und jetzt tatsächlich machbar ist. Es demonstriert, was die Fachbetriebe ihren Kunden draußen am Markt mit gutem Gewissen anbieten können. Denn mit Zukunftsstudien lassen sich keine Geschäfte machen.

Intelligentes Wohnen kommt bei den Kunden immer mehr an. Laut einer Befragung des Marktführers auf diesem Gebiet, KNX, wird von den Kunden am meisten Lichtsteuerung und Energiesparen nachgefragt.

Moderne Gebäudetechnik ist ein zentrales Instrument zum Energiesparen. Die politischen Vorgaben zur Steuerung des Energieverbrauchs sind ehrgeizig. Man hat aber erkannt, dass neben neuen technisch anspruchvollen Instrumenten vor allem eines funktionieren muss: Der Mensch muss nachvollziehen können, wie er durch sein Verhalten tatsächlich Energie sparen kann. Aus diesem Grund plant die Politik, dass jeder Bürger in Kürze sehr genau und unmittelbar erfahren kann, wie viel Strom, Öl, Gas oder Wasser
er verbraucht. Dafür gibt es sehr neuartige Messgeräte, die wir in unserem Intelligenten Haus vorstellen. Diese Messgeräte sind mit dem Bildschirm Ihres PCs oder Fernsehers verbunden – so dass Sie sich jederzeit über den gegenwärtigen Energieverbrauch Ihres Haushaltes schlau machen können. Sie müssen sich das so wie beim Bordcomputer Ihres Autos vorstellen: Der zeigt Ihnen jeden Moment an, wie viel Treibstoff Sie aktuell verbrauchen. Sie entscheiden dann, ob Sie mit dem Fuß auf dem Gaspedal bleiben oder ob Sie eine sparsamere Gangart einlegen. Im Fachjargon wird diese Verfahren „Smart Metering“ genannt, und wir werden die Systeme ausführlich in unserer Sonderschau vorführen.

Sie sind herzlich eingeladen, sich über diese neuen Verbrauchscomputer, die absehbar für jedes Gebäude gesetzlich vorgeschrieben sein werden, in unserer Sonderschau zu informieren. Als Gesprächspartner stehen Ihnen Experten zur Verfügung, die auch in die derzeit laufenden Gespräche mit der Bundesregierung eingebunden sind.

Und offensichtlich können wir mit dem Projekt „Intelligentes Haus der Gegenwart“ auch noch eine ganz andere Besucherzielgruppe der Light+ Building begeistern. Erstmals bieten wir am 10. April als Handwerksverband im Rahmen des ACS-Forums eine Veranstaltung für Architekten an.

Die Resonanz auf die Veranstaltung „Technik schafft Gestaltungsfreiheit“ hat uns überwältigt: Es haben sich 450 Architekten angemeldet.

Die vorgestellten Aktivitäten sind nur die Spitze des Eisberges des Engagements des Zentralverbands der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke gemeinsam mit seinen Partnern aus Hessen und dem Saarland auf der Light+Building.

Die Light+Building bildet ebenso den Rahmen für den Premierenauftritt der neuen Qualitätsmarke der Elektrohandwerke in der breiten Öffentlichkeit. Mit dem Jahreswechsel 2007/2008 haben wir den guten alten E-Blitz, der Ihnen sicherlich als Handwerkermarke aus seiner 30-jährigen Dienstzeit vertraut ist, ergänzt und ein neues zukunftsstarkes Markenkonzept mit einem modernen Logo ins Leben gerufen. Derzeit wird es am Markt eingeführt.

Und wir haben sogar Meldungen aus dem Sport: Die Light+Building ist vom kommenden Montag an Austragungsort der 10. Champions League der internationalen Elite der Nachwuchs-Elektrotechniker. In der Galleria 1 Nordseite werden bis Mittwoch zwölf junge Elektrotechniker aus allen Teilen Europas beim Competition of Young Electricians (CYE) testen, wer die moderne Gebäudesystemtechnik am besten beherrscht. Der ZVEH führt diesen internationalen Wettbewerb im Auftrag des Veranstalters, dem europäischen Dachverband der Elektrotechniker AIE, durch. Nie zuvor gab es so viele Teilnehmerländer wie in diesem Jahr.

Über die konjunkturelle Lage der Branche und über die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zum Fachkräftemangel in den Elektrohandwerken und natürlich über die Einzelheiten unserer Markenkampagne wollen wir Sie in einem Pressegespräch am Montag, 7. April, 9.30 Uhr, Raum Symmetrie 3, Galleria 1 Nord, eigens informieren.
Auch wollen wir Ihnen bei einem Pressetermin am gleichen Tag Teilnehmer des CYE vorstellen (7.4.08, 11 Uhr, Raum Symmetrie 2, Galleria 1 Nord).

Sie sind selbstverständlich zu beiden Presseterminen sehr herzlich eingeladen!

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» Fachpresse-Konferenz zur Light+Building 2008

Statement von ZVEH-Präsident Walter Tschischka

Fachpresse-Konferenz zur Light+Building 2008

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist höchste Zeit, dass die nächste Light+Building an den Start geht. Denn der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke hat ein prall gefülltes Paket mit Themen und Aktivitäten, die er endlich in der Öffentlichkeit loswerden möchte. Wir bewegen uns in Höchstgeschwindigkeit auf das Branchen-Highlight im kommenden April zu. Und es sieht so aus, als sei der Weg dahin bestens gepflastert. Mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage der Fachbetriebe kann ich Ihnen heute bekannt geben: Die Branche geht voller Zuversicht in die Light+Building 2008!

Was sich bei der vergangenen Light+Building noch ein als zartes Flackern andeutete, hat sich inzwischen zu einem starken Leuchtfeuer entwickelt: Den Unternehmen geht es endlich wieder besser, das sind beste Vorzeichen für eine Leitmesse wie die Light+Building. Denn die handwerklichen Unternehmer bilden die größte Besuchergruppe auf dieser weltweiten Fachmesse rund ums Gebäude.

Ich möchte den heutigen Pressetermin nutzen, die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage des ZVEH, die regelmäßig vom Volkswirtschaftlichen Institut für Handwerksforschung an der Universität Göttingen wissenschaftlich begleitet wird, zu veröffentlichen. Sie lassen uns höchst optimistisch in das erste Quartal des nächsten Jahres starten. Knapp 40 Prozent der Betriebe schätzen ihre derzeitige Geschäftslage als gut ein, 47 Prozent sind damit zufrieden. Der Index für die Geschäftslage ist von 59,1 im Herbst 2006 über 60,6 im Frühjahr 2007 auf jetzt 62,7 Punkte geklettert. Er erreicht damit seine absolute Bestmarke seit 15 Jahren. Eine gleiche Stimmungsentwicklung beobachtet der ZVEH bei der Einschätzung der Zukunft. 84 Prozent der Befragten melden, dass sie von einer gleich bleibenden und sogar besseren Geschäftslage ausgehen. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt: Vier von zehn Betrieben sind länger als vier Wochen ausgelastet. 15 Prozent der Unternehmen melden offene Stellen.

Mit diesem klaren positiven Trend koppeln sich die Elektrohandwerke eindeutig vom Rest der handwerklichen Branche ab, die heute Vormittag ihre Daten nach unten korrigierte. Offensichtlich profitieren die Elektrobetriebe von der starken Nachfrage aus Industrie und Gewerbe, diese Aufträge machen bis zu 50 Prozent der Umsätze aus. Bei privaten Verbrauchern liegen die Schwerpunkte in Modernisierungen und Sanierungen. Zugleich wächst in der Bevölkerung das Interesse an regenerativen Energien und mit Blick auf die steigenden Preise der Bedarf an Energieberatung. Auch steigt die Nachfrage nach dem Gebäudeenergieausweis. Die ZVEH-Umfrage zur Photovoltaik vom Frühjahr diesen Jahres brachte es ja ebenso ans Tageslicht: Jeder dritte Elektrobetrieb ist inzwischen auf dem Gebiet der Photovoltaik tätig.

Topp-Rahmenbedingungen also für die Elektrohandwerke auf der nächsten Light+Building. Die zentralen Themen des Gemeinschaftsstands der Elektrohandwerke werden sein: Energieeffizienz durch Gebäudeautomation und selbstverständlich die neue e Marke, die ab 2008 schrittweise den alten E-Blitz ablösen wird. Die Organisatoren des Gemeinschaftsstandes der elektro- und informationstechnischen Handwerke sind der ZVEH, der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Hessen/Rheinland-Pfalz sowie die Landesinnung Saarland der Elektrohandwerke. Sie haben sich das Motto „Die Zukunft im Griff: Energieeffizienz – Komfort – Sicherheit“ auf die Fahne geschrieben.

Im Zentrum steht die Sonderschau „Intelligentes Haus der Gegenwart“. Sie zeigt Handfestes und Greifbares! Denn sie stellt Gebäudetechnik und Gebäudeautomatisierung vor, die heute – die Betonung liegt auf Heute, Hier und Jetzt – funktioniert und damit für die Betriebe in der Praxis anwendbar ist. Alle hier gezeigten Techniken sind erprobt und alltagstauglich. Es wird demonstriert, welche Systeme auf der europaweiten Bus-Plattform KNX funktionieren, wie sie funktionieren und welche Vorteile sich für Anwender ergeben. Anwender sind in diesem Fall die installierenden Betriebe und der Endkunde. Diese Sonderschau unterstützt die Betriebe bei ihrer Kundenberatung und im Marketing – auch und besonders beim Thema Energieeffizienz. Denn die Gebäudeautomation ist heute die wesentliche Voraussetzung, dass energieeffiziente Techniken sinnvoll aufeinander abgestimmt eingesetzt werden. Weitere Details der Sonderschau entnehmen Sie bitte der Presseinformation.

Das Rahmenprogramm am Messestand mit Vorträgen und Vorführungen dreht sich natürlich um das „Intelligente Haus der Gegenwart“, es werden täglich mehrfach Führungen organisiert. Weitere Vortrags-Themen werden sein: Übersicht über Fördermaßnahmen bei Gebäudesanierungen und -neubau, Gebäudeenergiepass, Fort- und Weiterbildung, E-CHECK, Nachwuchsthemen und natürlich auch die neue e-Marke. Wir werden Ihnen das endgültige Vortragsprogramm rechtzeitig zukommen lassen und würden uns freuen, wenn Sie Ihre Leser frühzeitig darüber informieren.

Die Sonderschau bildet ebenso einen Programmpunkt im ACS Forum des Building Performance Congress, auf dem der ZVEH mit der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen von Mittwoch bis Freitag gemeinsame Vortragsveranstaltungen plant. Der Gemeinschaftsstand wird zudem Anlaufstation für gesellschaftliche Ereignisse sein: Am Messe-Montagabend kommt die Branche beim Branchen-Treff zusammen – ein Ereignis, zu dem bei der Premiere 2006 mehr als 400 Gäste kamen. Hier findet auch wieder die Verleihung des Marketingpreises der Fachzeitschrift „de“ statt. Ebenso werden unsere Partner vom Europäischen Verband AIE Termine am Gemeinschaftsstand wahrnehmen.

Dem Besuch unserer Freunde aus den europäischen Nachbarländern messen wir 2008 ganz besondere Bedeutung bei. Denn parallel zur Light+Building wird 2008 der europäische Nachwuchs beim „Competition of Young Electricians“ (CYE) um die ersten Plätze bei der Europameisterschaft kämpfen. Der ZVEH ist im nächsten Jahr Organisator dieses internationalen Wettkampfs, dessen Aufgaben zum ersten Mal auf der europäischen Bustechnik KNX basieren. Als Schirmherr konnte der Vizepräsident der Europäischen Kommission und EU-Kommissar zuständig für Unternehmen und Industrie, Günter Verheugen, gewonnen werden. Wir gehen davon aus, dass er bei der Siegerehrung am Mittwoch, 9. April, im Historischen Kaisersaal des Frankfurter Römers anwesend sein wird. Davon versprechen wir uns öffentliche und medienpolitische Aufmerksamkeit, die die Qualität der handwerklichen elektrotechnischen Ausbildung fokussiert. Denn der Fachkräftemangel ist ein virulentes Thema, das uns die nächste Jahre begleiten wird und dem das Handwerk mit einer Ausbildungsoffensive begegnen muss. In Deutschland gab es laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit im Oktober 2007 über 25.000 offene Stellen in den Elektroberufen.

Einen weiteren Höhepunkt wird auf der Light+Building 2008 die Präsentation der e-Marke in der Branchenöffentlichkeit bilden. Natürlich werden Messestand und Werbematerialien im neuen Design gestaltet sein. Zusätzlich wird der ZVEH die Messe nutzen, die neue Qualitätsmarke und das damit verbundene Konzept in der Branche weiter bekannt zu machen. Es setzt ganz klar auf „Klasse statt Masse“: Jeder teilnehmende e-Marken-Betrieb wird sich künftig mit seiner Unterschrift unter dem e-Marken-Vertrag einem Qualitätsstandard verpflichten. Auch Handel und Industrie können als Markenpartner ins Programm einsteigen. Wir gehen davon aus, dass die Light+Building den geeigneten Rahmen für ein e-Marken-Event bietet. Zugleich werden wir auf der ZVEH-Pressekonferenz am Montag, 7. April 2008, wiederum die neuesten Zahlen und Daten und natürlich wieder druckfrisch den Jahresbericht vorstellen.

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» Pressekonferenz der Initiative ELEKTRO+ in Dortmund am 29.08.2007

Statement von ZVEH-Vizepräsident Rolf Meurer

Pressekonferenz der Initiative ELEKTRO+ auf der elektrotechnik in Dortmund am 29.08.2007

Es gilt das gesprochene Wort


Sehr geehrter Herr Neumann,
sehr geehrter Herr Zöllner,
sehr geehrter Herr Jung,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

als Vize-Präsident des ZVEH wurde ich gebeten, einige Worte an Sie zu richten.

Der ZVEH vertritt bundesweit 78.000 Unternehmen der Gewerke:

  • Elektrotechnik,
  • Informationstechnik und
  • Elektromaschinenbau.

Unsere Betriebe beschäftigen rund 320.000 Mitarbeiter, davon 45.000 Auszubildende. Der Nettojahresumsatz in 2006 betrug 32 Milliarden Euro.

Ich bin natürlich sehr gerne der Bitte gefolgt, ein Statement zur Initiative ELEKTRO+ abzugeben. Im Grunde könnte ich die komplette Dortmunder Fachmesse mit ihrem Motto „Elektrotechnik – Heimat der Marken“ als Statement unserer Organisation präsentieren. Denn der Begriff „Marken“ umfasst neben Produkten und Dienstleistungen selbstverständlich auch die qualitativ hochwertige Ausführung durch unsere Innungsfachbetriebe. Damit stützt das diesjährige Messemotto die Ziele von ELEKTRO+, verbindliche Mindeststandards und eine Erhöhung der gegenwärtigen Ausstattungswerte für elektrische Anlagen in Wohngebäuden zu erreichen.
Als sich ELEKTRO+ vor zwei Jahren erstmals der Öffentlichkeit vorstellte, wussten wir gleich, dass das zugrunde liegende Konzept der Initiative richtig und wichtig ist:
Die Übermittlung neutraler Informationen für Planer und Bauherren zu zeitgemäßen, zukunftssicheren und ausreichend dimensionierten Elektroanlagen – ausgeführt durch das Fachhandwerk ….

Ein wichtiger Aspekt ist die Neutralität der Informationen, die eine hohe Glaubwürdigkeit vermittelt. Mit Planern und Bauherren stehen zudem Entscheider im Fokus, die unmittelbaren Einfluss haben auf die Ausführung der Elektroanlage. Auf diesem Wege werden die notwendigen Ausstattungsstandards ins Bewusstsein gerückt und nachvollziehbar erläutert.

Unterm Strich informiert die Initiative ELEKTRO+ also den Endkunden über jene Themen, die auch wir im Rahmen unserer Marketinginitiative E-CHECK für unsere Innungsmitglieder aufbereiten. Damit erbringt ELEKTRO+ eine wichtige „Basisinformation“, die in dieser Form während der individuellen Beratung durch den Fachbetrieb nur schwer zu leisten wäre.

Auf die aktuelle Marktsituation ist Herr Zöllner bereits eingegangen; deshalb an dieser Stelle lediglich ein Hinweis auf den demographischen Wandel. Denn die Kernthemen von ELEKTRO+ und E CHECK richten sich auch an die Zielgruppe 50+ - Experten zufolge sind das Kunden mit einer hohen Kaufkraft sowie einem ausgeprägten Qualitäts-, Sicherheits- und Komfortanspruch.

Die Kundeninformationen von ELEKTRO+ werden veröffentlicht über die Printmedien und über die eigene Homepage, auf der für Jedermann verständliche Informationen bereitgestellt sind, die aufklären und Bedarf wecken.

Erfreulich ist die Handwerkstreue der Initiative ELEKTRO+, die stets das qualifizierte Fachhandwerk besonders herausstellt. Auch für uns ist die Qualifikation der Betriebe von vorrangiger Bedeutung. So konnten wir beispielsweise bei der Niederspannungsanschluss-Verordnung maßgeblich dazu beitragen, dass der Anschluss von Hausinstallationen an das öffentliche Netz auch in Zukunft in der Hand von qualifizierten Fachbetrieben bleibt.

Die Qualitätsorientierung des ZVEH werden wir zudem ab Mitte September durch unser neues Markenkonzept und die neue e Marke weiter verstärken. Die e Marke wird die Initiativen der Branche als qualitätsorientierte Dienstleistungsmarke perfekt ergänzen.

Lassen Sie mich abschließend zusammenfassen:

1. ELEKTRO+ unterstützt das Fachhandwerk vorbereitend bei der Kundenberatung durch kompetente Aufbereitung breiter Themenfelder.
2. Die Objektivität der Informationen ist für Planer und Bauherren eine neutrale Entscheidungsgrundlage. So werden Kundenbedürfnisse sowie der Wunsch nach Beratung und Realisierung durch den qualifizierten Fachbetrieb geweckt. Interaktive Tools verstärken diese Wirkung.
3. Das gemeinsame Ziel von ZVEH und ELEKTRO+ wird auch die zukünftige Markenkonzeption der neuen e-Marke prägen.
4. Die Initiative ELEKTRO+ steht beispielhaft für gemeinsame und aufeinander abgestimmte Aktionen innerhalb der Branche. Die daraus entstehenden Synergieeffekte werden letztlich unseren Fachbetrieben zugute kommen.

Mit unserer ausdrücklichen Anerkennung verbinde ich den Wunsch, dass wir zum Wohle unserer Branche weiterhin an einem Strang ziehen – und natürlich auch weiterhin in dieselbe Richtung.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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» Pressekonferenz zu den neuen Elektro-/Metallberufen am 30.11.2006

Statement von ZVEH-Vorstandsmitglied Lothar Hellmann

Pressekonferenz anläßlich der BIBB-Fachtagung zu den neuen Elektro-/Metallberufen "Neue Qualifikationen - Neue Prüfungen" am 30.11.2006

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Neuordnung der elektrohandwerklichen Berufe kann nach gegenwärtiger Beurteilung des ZVEH als Erfolg bewertet werden. Dies zeigen vor allem die Ergebnisse der bis dato abgeschlossenen Prüfungsdurchgänge.

Vorab möchte ich zusammenfassend feststellen:
1. Die "Gestreckte Gesellenprüfung ist der richtige Weg die Leistungsbereitschaft bei der Zwischenprüfung (Teil 1 der Abschlussprüfung) zu erhöhen. Dies belegen die bisherigen Ergebnisse der Zwischenprüfung nach neuer Verordnung.
2. Die neue inhaltliche Struktur der Gesellenprüfung ist vom Grundsatz her ausdrücklich zu begrüßen, da sie praxisnäher ist. Problematisch ist der erhöhte Prüfungsaufwand. Er ist aus unserer Sicht auch durch mehr Routine nicht merklich zu reduzieren.
3. Die Erprobungsphase zur gestreckten Gesellenprüfung sollte über das ursprüngliche Ende der Erprobungsverordnung im Juli 2007 hinaus verlängert werden. Denn nur so können auf der Grundlage von mehreren Durchgängen Nachbesserungen einfließen.

Vor der Neuordnung 2003 hatte die Zwischenprüfung nur den Status einer Lernstandsfeststellung. Ein schlechtes Abschneiden war ohne Konsequenzen für die Gesellenprüfung. Sie wurde dementsprechend von den Auszubildenden nicht ernst genommen. Mit der Neuordnung 2003 wurde für die Zwischenprüfung die Erprobungsverordnung für die „Gestreckte Abschlussprüfung“ eingeführt. Das Ergebnis der Zwischenprüfung wirkt sich nun auf die Abschlussnote aus.

Die Umsetzung der Neuordnung und insbesondere die Schulung der Gesellenprüfungsausschüsse waren in unserer Organisation mit vielerlei Aktivitäten und Mühen verbunden. Der ZVEH erarbeitete Musterprüfungen für jeden Ausbildungsberuf. Ferner wurden für die Experten der einzelnen Bundesländer Multiplikatorenseminare für jeden Beruf durchgeführt, die auch auf Landesebene fortgesetzt wurden.

Ich möchte mich in der Folge auf Aussagen zum Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung und aus Gründen der Übersichtlichkeit auf den ausbildungsstarken Beruf Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik beschränken.

Die Abschlussprüfung Teil 1 besteht aus der Ausführung einer komplexen Arbeitsaufgabe, welche „situative Gesprächsphasen“ und schriftliche Aufgabenstellungen beinhaltet. Die strikte Trennung in einen praktischen und einen theoretischen Teil gibt es nicht mehr. Praxis und Theorie sind - wie im Berufsleben auch - in der komplexen Arbeitsaufgabe ineinander verwoben. Die Fähigkeit zum selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang sind in der Prüfung zu belegen.

Wir hatten bis Mai 2006 zwei Durchläufe der Abschlussprüfung Teil 1. Alles in allem zeigt uns die Auswertung, dass die Gesellenprüfungsausschüsse die Aufgaben weit überwiegend als praxisnah und angemessen klassifizieren. Auch sind die Prüfungen im neuen System insgesamt besser ausgefallen als nach der alten Ordnung. Entscheidend für die Verbesserung im Notenspiegel war die deutlich höhere Motivation bei den jungen Leuten.

Zugleich wurde deutlich, dass die neue Prüfungssystematik den Prüfungsausschuss zeitlich deutlich stärker beansprucht. Es wurde berichtet, dass der Prüfungsaufwand, z.B. Prüferstunden zur Vorbereitung, Durchführung und Korrektur bzw. Bewertung, erheblich gestiegen sei. Der höhere Aufwand beruht vor allem auf zusätzlichen Bewertungsgesprächen. Ferner erfordert die notwendige Beobachtung eines jeden Prüflings bei der Abwicklung bestimmter Teilprozesse mehr Zeit. Zudem liegt ein höherer Korrekturaufwand bei den schriftlichen Aufgaben vor.

Obwohl nach den Erfahrungen mit dem ersten Durchlauf von Teil 1 in 2005 nachgebessert wurde, melden uns die Prüfungsausschüsse der Innungen bundesweit, dass sich die Prüferstunden im Verhältnis zur Zwischenprüfung nach alter Ausbildungsverordnung nahezu verdoppelt haben. Zugleich glauben die Prüfungsfachleute, keine nennenswerte Reduktion der Prüferstunden mehr erzielen zu können. Damit werden die Prüfungen deutlich teurer. Denn den größten Anteil an den Prüfungskosten haben sicherlich die Prüferstunden. Zugleich ist es nicht einfach, den Prüfungsaufwand zu standardisieren.

Zu Teil 2 der Abschlussprüfung liegen noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Nach dem ersten Durchlauf des Teils 2 werden wir im März / April nächsten Jahres die Gesellenprüfungsausschüsse zur neuen Prüfungsform und zu den Ergebnissen befragen.

Für die Elektrohandwerke darf ich an dieser Stelle betonen, dass wir in keinem Fall zur alten Prüfungsordnung zurück wollen. Insgesamt konnte die neue Abschlussprüfung jedoch noch nicht in Gänze erprobt werden. Zugleich läuft die Erprobungsverordnung im Juli 2007 aus. Da wir meinen, bis dahin noch nicht genügend Erfahrungen gesammelt zu haben, halten wir es für dringend nötig, die Erprobungsverordnung zumindest um zwei Jahre zu verlängern.

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» Pressekonferenz zur light+building 2006 am 24.04.2006 – Walter Tschischka

Statement von ZVEH-Präsident Walter Tschischka

Pressekonferenz zur light+building 2006 am 24.04.2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

nirgendwo wird es deutlicher als hier auf der light+building: Technik, Produkte und Markt befinden sich im Umbruch, mitten in einem gewaltigen Neuerungsprozess. Für die elektro- und informationstechnischen Handwerke heißt das konkret: Die Zukunft bleibt elektrisch. Aber alles wird anders.
 
Die Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe Handwerk steckt – wie der Mittelstand insgesamt – mitten in einem Prozess des Wandels, der in seiner Dimension und seinem Tempo vermutlich einzigartig in der langen Geschichte des Handwerks ist.
 
Neue Techniken bedeuten für die elektro- und informationstechnischen Handwerke neue Tätigkeitsfelder. Tätigkeiten, die auf den ersten Blick zunächst nicht mit dem Aufgabengebiet eines klassischen Handwerksbetriebes in Verbindung gebracht werden. Ich möchte Ihnen die neuen Leitbilder unserer Handwerke vorstellen, Ihnen unsere Ideen nahe bringen und das zeigen, von dem wir glauben, dass es „anders wird“. Im Zentrum unseres Zukunftsszenarios stehen der Systemintegrator, der Energiemanager und die Nutzung regenerativer Energien.
 
1. Der „Systemintegrator“ im intelligenten Gebäude
Über das Intelligente Gebäude stehen unseren Handwerken alle Chancen offen, die Rolle des Systemintegrators in der Gebäudetechnik auszufüllen. Gegenüber der Konkurrenz aus anderen Gewerken und Branchen hat das Elektrohandwerk einen enormen, natürlichen Vorteil: Den elektrischen Strom als das alles verbindende Element der Gebäudetechnik.
 
Hier liegt das am stärksten wachsende Aufgabengebiet. Im gewerblichen Bau kommt vor allem Mess-, Steuer- und Regeltechnik, internetbasierte Gebäudesteuerung, Zutrittskontrolle, digitale Videoüberwachung und Datenkommunikation zum Einsatz. Im privaten Wohnungsbau fällt darunter auch das altersgerechte Wohnen mit hoher Komfortausstattung wie Bewegungsmeldertechnik, Fernbedienungen, Vorprogrammierungen usw.
 
Aus dem Allrounder „Elektrotechniker“ und dem Spezialist „Gebäudetechniker“ entwickelt sich mit den neuen Techniken der Systemintegrator. Kein einfacher Weg für den klassischen Handwerker. Der Kunde sucht Beratung für das Produkt - die Hardware - und seine Anwendung - die Software. Unsere Betriebe sind im Gegensatz zu Großunternehmen in der Lage Speziallösungen für jede Gebäudegröße umzusetzen und individuelle, maßgeschneiderte gebäudetechnische Komplettlösungen anzubieten. Nur, wer hier ein Ticket in der Tasche hat, wird auf diesen Zug in die Zukunft aufspringen können. Wir gehen aktuell von einem Marktvolumen von rund 60 Mrd. Euro aus. Deshalb motivieren wir unsere Betriebe, wo wir können, sich hier zu engagieren und vor allem in Fort- und Weiterbildung zu investieren. Denn darin liegt der Schlüssel für den Erfolg.
 
2. Der „Energiemanager“
Das Thema Energieeinsparung und Energieeffizienz rückt mit steigenden Energiepreisen in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Die Zusatzqualifikation „Gebäudeenergieberater im Handwerk“ ist das Modell, wie sich die elektrotechnischen Handwerke in die Energiediskussion einbringen können. Diese Fortbildung ermächtigt zu Beurteilung eines Gebäudes und zur Ausstellung eines Energiepass. Es bestätigt die Grundkompetenz in der Gebäudetechnik mit all ihren Facetten:
 
- Elektroinstallation (konventionell / Bustechnologie)
- Energieerzeugung (verstärkte Nutzung regenerativer Energien)
- Beleuchtung
- Anlagenschutz
 
Es stärkt die Stellung des Handwerks als Berater und Dienstleister gegenüber seiner Kunden: Tätigkeiten rund um Sicherheit, Komfort, Energieeffizienz, die der Kunde bereits vom Prüfsiegel E-CHECK kennt. Mehr in den Mittelpunkt rückt nun die Gebäudeenergieberatung, vom Gebäudeenergiepass bis zum Modernisierungskonzept. Zu den Tätigkeiten des Energiemanagers gehören zugleich klassische Aufgaben wie Instandhaltung und Wartung.
 
Das Energiemanagement selber setzt sich aus den einzelnen Komponenten Verkauf von Strom und Wärme, Fernüberwachung, Fernwartung, Service sowie Contracting etwa für die technische Infrastruktur zusammen.
 
3. Einsatz regenerativer Energien
Das dritte wichtige Feld, das ich hier nennen möchte sind die regenerativen Energien. Hier spielt vor allem die Wärmepumpentechnik im Zusammenhang mit der Wohnraumlüftung und Wärmerückgewinnung eine gewichtige Rolle. Gleiches gilt für Photovoltaik und Solarthermie und die Kraftwärmekopplung in Blockheizkraftwerken (BHKW) zum Beispiel mit Biodiesel.
 
Weitere Plattformen, auf denen sich die Elektrohandwerke zukünftig bewegen werden, sind:
 
- Virtuelle Kraftwerke - Vernetzung vieler kleiner Anlagen, die der dezentralen Stromerzeugung dienen. Darunter fällt auch die Nutzung der Brennstoffzellentechnik.
 
- Automatisierungstechnik - Mess-, Steuer- und Regeltechnik im industriellen und maschinellen Bereich
 
- Telekommunikations- und Netzwerktechnik - Die Informationstechnik ist das integrative Element zwischen allen Fachbereichen, die der ZVEH vertritt. Experten schreiben diesen Techniken eine dramatisch wachsende Bedeutung bei der Anwendung von Gebäudetechnik im häuslichen Bereich zu. Das Haus wird online am Computer bedienbar über gewohnte Nutzeroberflächen, wie sie heute jedes Kind kennt.
 
Neben diesen durch den technischen Fortschritt vorgegeben Wachstumsfeldern müssen die Elektrohandwerke ihre angestammten Tätigkeitsgebiete selbstverständlich mit Augenmaß pflegen. Die traditionellen Geschäftsfelder der elektro- und informationstechnischen Handwerke sollen bei neuen zukunftsweisenden Aktivitäten keinesfalls vernachlässigt werden. Die Devise muss lauten: Neues in Angriff nehmen, Bewährtes erhalten und Augenmass verbessern.
 
Ich fasse zusammen: Die Intelligenz liegt immer mehr im Produkt und nicht nur in der Tätigkeit. Der Fokus richtet sich auf das System, auf die Lösung und auf das wichtigste, den Kundennutzen. Denken und Handeln in verschiedenen Einzel-Kategorien gehört der Vergangenheit an. Nur dem gehört die Zukunft, der in Systemen agiert. Durch die zunehmende Vernetzung und Verknüpfung der Technik werden die Gewerkegrenzen überschritten. Denn die Technik kennt keine Gewerkegrenzen. Hinter allen verschiedenen Technologien und Systemen steht ein verbindendes Element: Der elektrische Strom. Gebäudetechnik ist intelligente Elektrotechnik.
 
Lassen Sie mich an dieser Stelle etwas zu der Funktion des Handwerks in diesem Innovationsprozess sagen. Das Handwerk ist ein entscheidender Innovationsfaktor für den Standort Deutschland. Von der Entwicklung bis zur Anwendung und Verbreitung von Innovationen, in jeder Phase des Innovationsprozesses spielt das Handwerk eine wichtige Rolle. Dies ist das Fazit einer am vergangenen Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie der Prognos AG. Demnach hat das Handwerk in seiner Funktion als Technologiemittler eine wichtige Verteilerfunktion, d.h. neue Technologien aus der Industrie finden durch das Handwerk den Weg zum Kunden. Nun würden es unsere Partner aus der Industrie gerne sehen, wenn ihre innovativen Produkte noch schneller an den Kunden gebracht würden.
 
Hierzu ist aber folgendes festzustellen: Der Kunde fremdelt, ist neuem gegenüber skeptisch. Besonders der deutsche Kunde. Aufgeschlossenheit neuen Techniken und Unbekanntem gegenüber braucht bei uns Deutschen bekanntermaßen etwas länger. Erinnern wir uns nur daran, wie lange wir uns – im Vergleich zu anderen europäischen Staaten – Zeit gelassen haben, uns mit dem Internet anzufreunden. Die Nutzer mussten erst den tatsächlichen Vorteil in Berufspraxis und im Alttag erkennen, bis sie den Weg ins Web fanden.
 
Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) aus dem Jahr 2005 zur Innovationsfähigkeit der 13 führenden Industrieationen ergab, dass die Deutschen im Vergleich nur mäßig interessiert sind an Wissenschaft und Technik. Laut dem Eurobarometer belegen wir hier Platz neun von 13. Weniger interessiert sind nur noch die Finnen, Briten, Italiener und Österreicher. Eine positive Einstellung der Menschen zu Wissenschaft und Technik unterstützt jedoch den Innovationsprozess auf vielfältige Weise. Der Deutsche ist skeptischer Natur und glaubt eben eher dem, was er sieht, als dem, was ihm versprochen wird. Sind technische und wissenschaftliche Enticklungen erstmal abgeschlossen – so die Studie - werden sie dann besser akzeptiert und mit Optimismus gesehen. Hier belegen wir im Vergleich zu unseren Mitstreitern Rang fünf.
 
So stellen wir uns Fragen: Wie groß ist das Interesse der deutschen Verbraucher – Gewerbe- wie Privatkunden - an diesen teils hochkomplexen Produkten der Industrie? Welche neue Angebote interessieren den durchschnittlichen Kunde am meisten: Ist es eine verbesserte Sicherheit, ist es Energieeinsparung, Komfortwohnen oder Gebäudevernetzung? Wofür würden sie am ehesten Geld ausgeben? Und wie viel würden sie investieren wollen? Diese Fragen müssen wir unseren Kunden stellen. Anstatt uns weiter in Vermutungen und Wunschvorstellungen zu ergehen schlagen wir als Wirtschaftsbereich elektro- und informationstechnische Handwerk der Industrie deshalb vor, in einer groß angelegten Aktion unsere gemeinsamen Kunden zu befragen. Denn, wer weiß besser, was er will, als der Kunde selbst. Und es geht schließlich nicht darum, Innovationen nur der Innovation willen in die Welt zu bringen. Innovationen sind nur dann marktfähig, wenn sie dem Kunden brauchbare und zukunftsorientierte Lösungen bieten und wenn sie nachgefragt werden. Das Schlagwort für uns alle heißt: Kundennutzen!
 
Eines ist allen klar: Es ist für die neuen Techniken noch enorm viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Sowohl bei den Betrieben der elektro- und informationstechnischen Handwerken wie auch wie bei den Kunden. Beide Gruppen müssen klare Vorteile und den Nutzen für sich erkennen. Der Handwerksbetrieb muss darin zukunftsträchtige Betätigungsfelder für sein Geschäft ausmachen. Für den Kunden müssen Kosten und Nutzen transparent werden und sich in einem für ihn nachvollziehbaren Rahmen bewegen.
 
Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir freuen uns darauf, denn: Die Zukunft bleibt zum Glück elektrisch. Aber es wird eben alles anders.

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» Pressekonferenz zur light+building 2006 am 24.04.2006 – Ingolf Jakobi

Statement von ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi

Pressekonferenz zur light+building 2006 am 24.04.2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Handwerk, insbesondere die elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe, stellt die Mehrheit der Besucher der gebäudetechnischen Weltleitmesse „light+building“. Deshalb war es für den ZVEH als handwerklichen Spitzenverband dieser Branche nur logisch, Sie hier auf der Messe einzuladen, um Sie über die neuesten Daten und Entwicklungen zu informieren.
 
Die konjunkturelle Situation und damit auch die wirtschaftliche Lage der Betriebe hat sich im vergangenen Jahr zwar stabilisiert, lässt derzeit aber noch keine Jubelstürme zu. Zusammengefasst heißt das: Mehr Betriebe machen mehr Umsatz mit weniger Beschäftigten.
 
Im Jahr 2005 hat das gesamte elektro- und informationstechnische Handwerk einen Umsatz von 30,8 Mrd. Euro realisieren können. Dies ist ein Zuwachs von 0,6 Prozent, im Vorjahr waren es noch 1,4 Prozent. Zwar hat sich das Wachstum etwas verlangsamt. Gleichwohl sind wir mit Blick auf die Situation der Mitgliedsunternehmen, die hauptsächlich im Inland tätig sind, mit einem leichten Umsatzzuwachs durchaus zufrieden.
 
Dies umso mehr als die Branche bis 2004 dramatische Umsatzeinbußen hinnehmen musste. Für die Jahre 2004 und 2005 können wir also von einer Umsatzkonsolidierung für die meisten unserer Gewerke sprechen. Denn die Situation in den einzelnen Zweigen der elektro- und informationstechnischen Handwerke – wozu die Elektrotechniker, die Informationstechniker und die Elektromaschinenbauer gehören - ist uneinheitlich.
 
Das aktuelle Umsatzplus wird im Wesentlichen von der größten Gruppe, vom Elektrotechniker-Handwerk, getragen, das mit einem Jahresumsatz von 24,5 Mrd. Euro rund 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr erzielte. Die wichtigsten Auftraggeber der elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe sind die gewerbliche Wirtschaft mit 36 Prozent gefolgt von privaten Bauherren mit 29 Prozent. 18 Prozent der Aufträge kommen von der öffentlichen Hand, 13 von Wohnungsbaugesellschaften.
 
Positiv entwickelt hat sich auch die Situation bei den Elektromaschinenbauern: mit 1,3 Mrd. Euro 0,6 Prozent mehr als 2004. Weiter rückläufig zeigt sich die Lage im Informationstechniker-Handwerk, das im Jahr 2005 eine Umsatzeinbuße von knapp sechs Prozent auf 5,1 Mrd. Euro verkraften musste.
 
Diese Zahlen lassen erkennen, dass die Binnennachfrage ganz offensichtlich noch nicht im erforderlichen Umfang angesprungen ist. Der relativ stabile Umsatz bei den Elektromaschinenbauern ist vorwiegend darauf zurückzuführen, dass diese Gruppe hauptsächlich im gewerblichen Bereich und somit auch für Firmen tätig ist, die von der starken Exportkonjunktur profitieren. Auf dieses Konto geht auch ein Teil des Elektrotechniker-Umsatzes, da viele innovative Unternehmen zahlreiche Dienstleistungen für die Industrie anbieten.
 
Die Elektrotechniker sind mit knapp 64.000 Betrieben – das sind 0,8 Prozent mehr als zum 31.12.2004 - die größte Gruppe in der vom ZVEH vertretenen elektro- und informationstechnischen „Handwerksfamilie“. Ihr gehören insgesamt 77.674 Betriebe an, das bedeutet 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Informationstechniker-Handwerk hat indes im vergangenen Jahr zwei Prozent seiner Betriebe verloren und zählt nun 12.347 Unternehmen. Um knapp ein Prozent hat sich auch die Zahl der Betriebe im Elektromaschinenbauer-Handwerk auf 1.332 Betriebe reduziert.
 
Die Tatsache, dass der moderate Umsatzanstieg noch keinen auskömmlichen Ertrag ermöglicht, spiegelt sich leider in den Beschäftigungszahlen wider. In der Branche werden insgesamt einschließlich der Auszubildenden 323.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2004 waren es noch 335.200 Beschäftigte, im Vergleich sind das 3,6 Prozent weniger. Der prozentuale Rückgang war in der Gruppe der Elektrotechniker mit lediglich 3,5 Prozent auf 272.400 Mitarbeiter (von 282.200) am geringsten. Im Elektromaschinenbauer-Handwerk sind 10.700 Personen beschäftigt, dies entspricht einem Rückgang von 3,6 Prozent. Im Informationstechniker-Handwerk arbeiten 39.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind 4,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
 
Trotz der prekären Lage ist die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ungebrochen hoch, die Ausbildungsquote liegt mit insgesamt 40.427 Auszubildenden bei 12 Prozent.
 
Die Jahre der drastischen Umsatzeinbrüche scheinen vorüber, im zweiten Jahr in Folge verzeichnen wir ein Umsatzplus. Zugleich befindet sich die Branche in einem lang anhaltenden Umbruch, der sich in den Beschäftigtenzahlen deutlich niederschlägt.
 
Uns ist vor dem Hintergrund dieser Entwicklung, die in anderen Handwerkszweigen wesentlich ausgeprägter ist, nicht nachvollziehbar, weshalb die Politik nicht einen stärkeren Fokus auf das Wohlergehen der standorttreuen und auch standortverpflichteten kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland legt.
 
Die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen ist ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung. Der Effekt droht jedoch durch die für 2007 angekündigte Mehrwertsteuererhöhung gänzlich zu verpuffen. Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern haben unsere Firmen keine Chance, für dienstleistungsintensive Tätigkeiten nur den halben Mehrwertsteuersatz in Rechnung zu stellen. Die Chance, hier Erleichterung zu schaffen, hat die Bundesregierung tatenlos verstreichen lassen.
 
Dies wäre gerade für Betriebe, die vorwiegend private Auftraggeber zu ihren Kunden zahlen, sehr wichtig gewesen. So wird die drohende Mehrwertsteuererhöhung nur dem Schwarzarbeitsmarkt Impulse verleihen.
 
Lassen Sie mich an dieser Stelle von einem Erfolg berichten, den wir als Arbeitgeberorganisation jüngst verbuchen konnten. Am 28. März hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass die Christliche Gewerkschaft Metall Tariffähigkeit besitzt. Wir werten dies als Signal gegen eine Monopolstellung der IG Metall. Der ZVEH hat sich in dem jahrelangen Rechtsstreit stark eingebracht. Für die 12 Landesverbände, deren Tarifverträge mit der CGM statt mit der IGM abgeschlossen wurden, herrscht nun Rechtssicherheit. Die Tarifträgerverbände können also weiterhin mit der IG Metall oder der CGM verhandeln.
 
Was sind nun die Perspektiven für 2006?
 
Nach den vorliegenden Werten für das erste Quartal 2006 erwarten wir eine weitere hoffentlich deutlichere Umsatzverbesserung. Dies ist sicherlich auf die allgemeine Konjunkturbelebung in Folge der positiven Stimmung in Wirtschaft sowie auch Gesellschaft zurückzuführen. In wieweit diese positive Stimmung von Fakten getragen wird, möchte ich hier nicht bewerten. Wir gehen jedoch davon aus, dass die leicht verbesserte Auslastung in den Betrieben unter anderem einem Vorzieheffekt zu danken ist. Gerade die privaten Verbraucher ziehen geplante Investitionen vor, um Mehrwertsteuer zu sparen.
 
Zudem beginnt sich der aufgelaufene Investitionsstau auch im privaten Bereich langsam aufzulösen. Nicht zuletzt wird in der zweiten Jahreshälfte die soeben schon angesprochene Novelle des § 35 a Einkommenssteuergesetz greifen, nach der Handwerkerrechnungen künftig zum Teil absetzbar sind.
 
Hoffnung macht auch der Modernisierungs- bzw. Renovierungsbereich. Die meisten Elektroinstallationen sind zwar noch funktionstüchtig, entsprechen aber nicht mehr dem Stand der Technik und den auch im privaten Bereich extrem gestiegenen Ansprüchen.
 
Auch die demographischen Veränderungen spielen den dienstleistungsorientierten Handwerken Aufträge zu: Die speziellen Wünsche der so genannten Generation 50+ bilden ein sehr interessantes Betätigungsfeld für moderne Gebäudetechnik. Der Wunsch nach mehr Sicherheit und das wegen der hohen Energiepreise nochmals gestiegene Bedürfnis nach effizienter Energieanwendung sollten für die Mitgliedsbetriebe ebenfalls wertvolle Impulse entfalten. Wie spannend die Zukunft in den elektro- und informationstechnischen Handwerken werden kann, wird Ihnen im Anschluss Präsident Tschischka exakt aufzeigen.
 
Was steht 2006 sonst noch an? Wir arbeiten an einem Relaunch unserer Marke – dem E Blitz. Die Verbraucher sollen mit diesem Zeichen Qualitätsdienstleistung eines meisterlich qualifizierten Betriebs verbinden. Weiterhin arbeiten wir an einem Zukunftskonzept für unsere Organisation, der Service für unsere Mitglieder soll – unter anderem durch einen neuen Internetauftritt – mit völlig neuen Angeboten weiter optimiert werden.
 
Mit unserem neuen Messestand wollen wir hier auf der „light + building“ Wege in eine erfolgreiche Zukunft aufzeigen. Unter unserem diesjährigen Standmotto: „Energieeffizienz – Systemintegration – Gebäudetechnik“, haben wir sechs Themen aufbereitet:
 
Im Einzelnen sind dies:
 
1. Voice over IP, die Zukunft der Telefonie, das Telefonieren über das Internet.
 
2. Dezentrale Energieversorgung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.
 
3. Energiemanagement: Hier geht es Fragen der Energieberatung rund um den Gebäudeenergiepass, der noch in diesem Jahr rechtskräftig werden soll. Zum anderen wird hier das Thema Energievermarktung und verkauf behandelt – ein höchst zukunftsträchtiges Feld für innovative Betriebe.
 
4. Fortbildung via Elkonet: Elkonet ist ein bundesweiter Zusammenschluss von sechs Bildungszentren, die sämtlich der elektrohandwerklichen Organisation nahe stehen. Dieses Netzwerk hat hochwertige und ortsunabhängige unterschiedliche Qualifizierungskonzepte sowohl für das Handwerk aber auch für die Industrie entwickelt.
 
5. E-CHECK, das anerkannte Prüfsiegel für elektrische Installationen und Geräte in privaten wie auch gewerblich und öffentlich genutzten Gebäuden. Der E-CHECK ist die bekannteste Marketingaktion der elektrohandwerklichen Organisation und ist das „TÜV-Siegel“ für die Elektroinstallation.
 
6. Nutzen der Innungsmitgliedschaft: Hier betreiben wir Werbung für uns, eine gut aufgestellte moderne Handwerksorganisation.
 
Wir vertrauen darauf, dass das Jahr 2006 auch durch die Weltleitmesse „light+building“ mit den vielen hervorragenden Anregungen, sowohl hinsichtlich der Produkte als auch der Geschäftsfeld-Trends wertvolle Impulse für die Branche bringt.

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Info

E-Handwerk - Ihre Experten für Energie, Elektronik und IT - Der Imagefilm (Langfassung)

Elektroinstallationsmaterial gehört in die Hände von Elektrofachkräften
Resolution

Die Mitgliederversammlung des ZVEH hat in diesem Jahr in Dresden einstimmig eine Resolution zum sicheren Umgang mit Elektrizität beschlossen.

KFE
KFE

Die aktuelle Jahresausgabe 2009/10 der "Kalkulationshilfe für elektro- und informationstechnische Handwerke" (KFE) des ZVEH listet rund 12.000 Leistungspositionen für die Angebotskalkulation und Fakturierung auf. Die KFE ist als Buch und in EDV-gerechter Form - neben ZVEHNORM / ELDANORM / Datanorm ergänzend ebenso in den GAEB-Formaten DA 81, 83 und 86 - sofort lieferbar.

Jahresbericht online
Jahresbericht

Über 150 Seiten pralle Information: der Jahresbericht 2008/2009 des ZVEH. Laden Sie sich die Zusammenfassung des Verbandsjahres hier als pdf herunter.

e-zubis: 7 Wege in deine Zukunft!

Die 7 Ausbildungsberufe in den elektro- und informationstechnischen Handwerken bieten vielfältige Zukunftschancen. Informiere dich hier und auf www.e-zubis.de! Zur ZVEH-Mediathek

Blitz- und Überspannungsschutz von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden
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Kompaktes Wissen auf vier Seiten liefert das Merkblatt für Installateure von Photovoltaikanlagen "Blitz- und Überspannungsschutz von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden". Es wird herausgegeben vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), Berlin, und dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt am Main.

E-Marke - TV-Spots 2009
TV-Spots

Herbstaktion „Deutschland wird sicherer!“ Vom 5. Oktober bis 5. November 2009 laufen die kurzen Imagefilme zur E-Marke in drei verschiedenen Versionen auf ARD und ZDF. Insgesamt werden die Spots 43 mal geschaltet (siehe Terminplan).

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