23.01.2020

Energiespartipps für Gewerbe und Kommunen

Mit Energieoptimierung bei Rekordstrompreisen im Jahr 2020 sparen

© ArGe Medien im ZVEH

In diesem Jahr werden die Strompreise in Deutschland laut Prognosen auf ein Rekordhoch steigen. Aufgrund der steigenden EEG-Umlage sowie höherer Netzgebühren steigen die Strompreise in 2020 um durchschnittlich fünf Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. In öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Verwaltungseinrichtungen gehört der steigende Energieverbrauch zu den größten Kostentreibern. Wie können Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ihre Energieeffizienz steigern? Und mit welchen Maßnahmen lassen sich die größten Einspareffekte erzielen?

„Vor allem im Bereich der Beleuchtung, der Raumwärme und bei der IT-Technik besteht für  Unternehmen und öffentliche Hand großes Einsparpotenzial“, erklärt Andreas Habermehl  vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

Spartipps für die Beleuchtung im Gewerbe

Lagerhallen, Zufahrtsstraßen, Werkstätten oder Büroräume – in Industrie, Gewerbe und öffentlichen Gebäuden sind die Ansprüche an die Beleuchtung speziell und besonders hoch. Schließlich steht hier die Sicherheit der Mitarbeiter und Besucher an erster Stelle. Um trotzdem eine hohe Energieeffizienz zu gewährleiten, ist es ratsam, große Flächen in einzelne Teilbereiche zu unterteilen, die jeweils mit eigenen Anwesenheitssensoren ausgestattet sind. So wird die komplette Ausleuchtung in den einzelnen Zonen nur dann aktiviert, wenn sich Personen  der Zone nähern oder sich darin aufhalten. Der Einsatz von Bewegungsmeldern ist auch für die Beleuchtung von dunklen Fluren und Außenbereichen sinnvoll: Das erhöht die Sicherheit und hilft gleichzeitig, Strom zu sparen. Eine weitere Möglichkeit, bei der Beleuchtung Energie einzusparen, ist der Einbau einer tageslichtabhängigen Steuerung der Beleuchtung. Diese schaltet sich nur dann ein, wenn das natürliche Sonnenlicht nicht mehr ausreicht und so kann beispielsweise bei der Bürobeleuchtung bis zu 50 Prozent Energie gespart werden. Für Außenwerbung in Form von Leuchtreklamen oder beleuchteten Schaufenstern kann der Einsatz von Dämmerungsschaltern lohnend sein. Diese schalten die Beleuchtung automatisch bei Einbruch der Dämmerung ein und helfen so ebenfalls, die Energiekosten zu halbieren.

Energie optimieren bei der Raumwärme

Die Klimatisierung und Beheizung von Räumen im Gewerbe birgt erhebliches Einsparpotenzial. Schließlich müssen selten alle Räume gleich beheizt oder gekühlt werden. Selten genutzte Räume können beispielsweise etwas unter der idealen Raumtemperatur gehalten werden. Die sogenannte Wohlfühltemperatur liegt bei 20 – 22 ° Celsius und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65 Prozent und sollte in den Räumen vorherrschen, in denen sich Mitarbeiter häufig aufhalten. Räume, in denen sich nicht immer jemand aufhält, können auf etwa 18 ° Celsius beheizt werden, darunter sollte die Temperatur jedoch auch hier nicht fallen, um eine Schimmelbildung zu vermeiden. Optimal lässt sich eine solche Einzelraumregelung der Raumtemperatur mit smarten Heizkörperstellantrieben steuern. So sind Einsparungen bis zu 30 Prozent möglich. Ein einfacher Trick, um noch mehr Energie zu sparen: eine automatische Absenkung der Raumtemperatur nach Geschäfts- bzw. Büroschluss.

Im Sommer können Sonnenschutzsysteme vor den Fenstern in Büro- und Gewerberäumen die Wärmelast reduzieren und den notwendigen Einsatz von Ventilatoren oder Klimaanlagen verringern. In einem Smart Building kann der Sonnenschutz auch automatisch gesteuert werden, was den Komfort und die Energieeffizienz zusätzlich erhöht.

Auch in der IT schlummern Einsparpotenziale

Ohne IT läuft heute nichts mehr, ob in Konzernen, Kanzleien, Architekturbüros oder mittelständischen Unternehmen. Was viele nicht wissen: Auch in der IT schlummern Energiesparpotenziale. Die Betriebskosten von Servern, PCs, Notebooks und Kopierern sind über den gesamten Lebenszyklus weit höher als die Anschaffungskosten. Wer im IT-Bereich auf eine umfassende „Green-IT-Strategie“ setzt, die Technik und Nutzer berücksichtigt, kann bis zu 75 Prozent Energie sparen. Viele Unternehmen verfügen über große Dachflächen auf Betriebsgebäuden, Fertigungs- und Lagerhallen. Der ideale Platz, um sich mit einer PV-Anlage unabhängig von steigenden Strompreisen zu machen. Wer Einsparmöglichkeiten nutzen möchte, sollte sich umfassend von einem Energieeffizienz-Fachbetrieb aus der Elektro-Innung beraten lassen. Denn je älter und größer das Betriebsgebäude und die technischen Einrichtungen, desto größer ist in der Regel das Einsparpotenzial.

Die Energieeffizienz-Fachbetriebe wissen, worauf es technisch ankommt und beraten auch hinsichtlich staatlicher Zuschüsse. Einen Elektro-Innungs-Fachbetrieb finden interessierte Betriebe unter: www.elektrobetrieb-finden.de 

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