07.04.2020

Lieber auf Nummer sicher: bei Stromausfall am Wochenende an Elektro-Notdienst wenden

Selbst Hand anlegen bei Elektroanlagen birgt erhebliche Risiken / Auf Seriosität des Notdienstes achten

Elektrofachmann mit Messgerät (1)
Bild: ArGe Medien im ZVEH

Es passiert besonders gern an Wochenenden oder Feiertagen: Plötzlich fällt der Strom im Haus oder der Wohnung aus und das Überprüfen der Sicherungen führt zu keinem Ergebnis. Manchmal legt auch eine durchgeschmorte Leitung die Stromversorgung lahm oder die Elektroanlage quittiert ihren Dienst. „In solchen Fällen sollte man immer den Elektriker beziehungsweise außerhalb der regulären Dienstzeiten den Elektro-Notdienst der Elektro-Innung rufen“, rät Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). „Bei einem länger anhaltenden Stromausfall, der nicht von außen verursacht ist, sollten Laien auf keinen Fall versuchen, selbst etwas an Leitungen oder im Verteilerkasten zu reparieren.“ Das Risiko, das Problem zu vergrößern oder, schlimmer noch, sich zu verletzen, sei einfach zu hoch, so der Experte.

Ob Kühlschrank, Heizung, Beleuchtung oder Computer – ohne Strom läuft nichts, Haushalt und Alltag sind von einer funktionierenden Stromversorgung abhängig. Umso schlimmer trifft es einen, wenn elektrische Geräte nicht mehr funktionieren – und die Ursache keine herausgesprungene Sicherung oder ein vorübergehender Stromausfall ist. Besonders ärgerlich ist es, wenn das Problem nachts oder am Wochenende auftritt. Dann ist der Elektro-Notdienst die einzige Option, um den Defekt zu beheben. Notdienste sind im Internet oder Telefonbuch gelistet. „Leider gibt es aber immer wieder schwarze Schafe. Wer einen Notdienst engagiert, sollte trotz der Dringlichkeit ein paar Dinge beachten“, stellt Andreas Habermehl fest. So sei ein Festpreisangebot unabhängig von Reparaturaufwand oder Ergebnis nicht seriös. Wird der Fehler nicht oder nur provisorisch behoben, darf der Notdienst nicht den vollen Preis für den Einsatz verlangen. Zudem haben Kundinnen und Kunden bei einem Provisorium das Recht auf Nachbesserung. Schließlich sollte der Notdienst immer eine korrekte Handwerkerrechnung ausstellen, die alle Kostenpunkte aufführt.

Apropos Rechnung: Bei Mietwohnungen stellt sich schnell die Frage, wer den Notdienst bezahlt. Habermehl rät Mieterinnen und Mietern, bei einem Defekt oder Schaden zuerst den Vermieter zu informieren. Dieser ist dafür verantwortlich, dass die Wohnung in einem einwandfreien Zustand ist – und dazu gehört auch eine funktionierende Elektroanlage.

Defekten vorbeugen: E-CHECK deckt Gefahrenquellen in der Elektroinstallation auf

Um einen Defekt der Elektroanlage möglichst gar nicht erst auftreten zu lassen, ist ein regelmäßiger E-CHECK empfehlenswert. „Gerade bei älteren Häusern und Wohnungen ist es sinnvoll, einen Elektro-Innungsfachbetrieb in regelmäßigen Abständen damit zu beauftragen, eventuelle Schwachstellen zu finden“, erklärt Andreas Habermehl. Der E-CHECK ist die anerkannte, normengerechte Prüfung der elektrischen Anlage und aller Geräte im Haus. Bei dem standardisierten Prüfverfahren inspiziert der Spezialist die Elektroinstallation hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit sowie in Bezug auf ihren ordnungsgemäßen sicherheitstechnischen Zustand. Nachträglich vorgenommene Veränderungen werden ebenfalls überprüft, festgestellte Mängel behoben. Weitere Informationen zum E-Check finden Interessierte im Internet unter www.e-check.de. Qualifizierte Elektro-Innungsfachbetriebe mit Elektronotdiensten sind zu finden unter www.elektrobetrieb-finden.de.

 

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