16.04.2020

ZDH: wichtige Eckpunkte für Exit definiert

Der ZDH hat ein Eckpunkte-Papier für einen mittelstandsgerechten Exit vorgelegt. Es enthält wichtige Positionen des ZVEH.

Bild: Pixabay – geralt

Mit ihren Beschlüssen zu einer Lockerung einzelner Schutzmaßnahmen räumen Bund und Länder dem Schutz der Gesundheit weiter Vorrang ein. Gleichzeitig aber tragen sie der Notwendigkeit zu einer Öffnung der Wirtschaft Rechnung und ermöglichen einen schrittweisen Ausstieg aus dem Shutdown.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) lobt diese schwierige Gratwanderung und hebt dabei insbesondere hervor, wie wichtig es sei, dass man sich weitgehend auf das für die Handwerksbetriebe wichtige, bundesweit einheitliche, Vorgehen habe einigen können. Gleichzeitig macht der ZDH deutlich, an welchen Stellen er sich beim Hochfahren der Wirtschaft noch mehr Klarheit beziehungsweise weitere Unterstützung von der Regierung erhofft. Dies betrifft unter anderem die Bereitstellung von Schutzausrüstungen, die Absicherung der Kinderbetreuung sowie eine Wiederöffnung von Ämtern und Behörden.

Um das schrittweise wirtschaftliche Hochfahren mittelstandsgerecht zu organisieren, hat der ZDH zudem die wichtigsten Forderungen des Handwerks in einem Positionspapier „Eckpunkte des Handwerks“ zusammengefasst. Die Vorschläge der Elektrohandwerke wurden dabei berücksichtigt. So finden sich in dem achtseitigen Papier nicht nur Forderungen nach einem Vorziehen beziehungsweise Forcieren von Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen, einer Sicherung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten, verlässlichen und transparenten Regelungen, einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten, einer Aufrechterhaltung von Liquiditätshilfen und der Einführung eines erweiterten Steuerbonus für Handwerkerleistungen. Auch der Hinweis darauf, dass wichtige Vor-Corona-Themen wie Klimaschutz und Energiewende nicht aus den Augen verloren werden dürfen, wurde integriert – ein Standpunkt, für den sich insbesondere der ZVEH stark gemacht hat.

Zudem enthält das Papier die Forderung nach einer verstärkten Digitalisierung im Gebäudesektor beziehungsweise nach der Einführung eines Smart Readiness Indicators. Dabei wird explizit auch auf die Notwendigkeit hingewiesen, entsprechende Anreize für Investitionen in die Verbesserung der Gebäudeinfrastruktur zu setzen. Ferner wurden die ZVEH-Positionen übernommen, dass der Photovoltaik-Deckel, wie längst beschlossen, umgehend aufgehoben werden sollte und dass Impulse gesetzt werden müssen, damit die Nachfrage nach handwerklichen Dienstleistungen angekurbelt wird.

Und last but not least enthält der achtseitige ZDH-Katalog unter dem Stichwort „Lehren aus der Corona-Pandemie“ auch die dringende Mahnung, die Digitalisierung beziehungsweise den dafür notwendigen Ausbau der Breitbandinfrastruktur mit Vehemenz voranzutreiben, um künftig besser für Krisen und Pandemien gerüstet zu sein. Auch das ein Punkt, für den sich die elektrohandwerkliche Verbandsorganisation immer wieder einsetzt.

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