ZVEH-Digitaltage

Spannender Ausblick auf den volldigital arbeitenden Elektrobetrieb

Bei den ersten ZVEH-Digitaltagen am 16. und 17. März 2022 erwartete elektrohandwerkliche Unternehmen ein abwechslungsreiches Programm. Während der erste Tag unter dem Motto „Virtuell planen, real profitieren“ stand, drehte sich an Tag zwei alles um die digitale Informationsgewinnung.

„Digitalisierung“ wird eines der Schwerpunktthemen der Elektrohandwerke auf der Light + Building Autumn Edition sein. Da es bis zur Weltleitmesse jedoch noch ein paar Monate hin sind, das Thema aber für die elektrohandwerkliche Organisation eine hohe Bedeutung hat, entschied sich der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), ihm bereits jetzt, zum ursprünglichen Messetermin, ein eigenes Event zu widmen: die ZVEH-Digitaltage.

Mehr als 150 Teilnehmer pro Tag
Zwei Tage lang, am 16. und 17. März, waren elektrohandwerkliche Betriebe und Interessenten aus der E-Branche eingeladen, sich das bereits bestehende breite Spektrum an digitalen Tools und Arbeitshilfen vorstellen zu lassen und gemeinsam unterschiedliche Facetten der Digitalisierung zu diskutieren. Ein Angebot, das auf großes Interesse stieß. So nahmen an beiden Veranstaltungstagen jeweils mehr als 150 Zuhörer teil.

Während der Vormittag des 16. März ganz unter dem Motto „Virtuell planen, real profitieren“ stand, entführte der zweite Veranstaltungstag Elektrohandwerker/-innen in die Welt der digitalen Informationsgewinnung und Kundenansprache. Die Entwickler digitaler Lösungen und Programme waren am Nachmittag des 16. März zu einer gesonderten Veranstaltung eingeladen.

Großes Interesse an virtuellen Planungstools
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ZVEH-Vizepräsident Stefan Ehinger und Paul Seifert, ZVEH-Referent für Technik und Digitalisierung, die nach einer kurzen Eröffnung an Andreas Dörflinger übergaben. Der Bundesbeauftragte für Digitalisierung beim ZVEH, als „Erfinder“ des E-Konfigurators in der Branche bestens vernetzt, stellte den Zuhörern das verbandseigene Planungstool vor und führte dann schrittweise durch einen Konfigurationsprozess. Ganz nebenbei verriet er seine Motivation für das jahrelange Basteln an dem beliebten Tool: „Ich wollte Kunden bereits während der Beratung eine präzisere Antwort auf die Frage nach den Kosten geben können. Denn als Elektromeister wurde ich immer wieder gefragt: ,Was kostet eine Elektroinstallation?‘ Und ich habe darauf immer geantwortet: ,so viel, wie ein rotes Auto‘, weil eine Installation ja immer von den Komponenten abhängt.“

Medienbruchfreier Datentransfer dank Schnittstelle LeanConnect
Wie praktisch der Konfigurator ist und welche Bedeutung eine Schnittstelle wie LeanConnect im Zusammenspiel digitaler Tools hat – das machten sowohl Dörflinger als auch Sabine Bamberger, Geschäftsführerin der RED CAD Solutions AG, deutlich. Beide zeigten auf anschauliche Weise, indem sie Daten aus dem E-Konfigurator in das CAD-Programm und umgekehrt importierten, wie sich Prozesse aus dem elektrohandwerklichen Alltag mithilfe digitaler Lösungen deutlich effizienter gestalten lassen.

Mit der Produktplattform Elektro1, vorgestellt von Arnd Hefer, Vorsitzender des ZVEH-Fachbereichs „Wirtschaft“ und Ludwig Klatzka, Geschäftsführer der mixed data agency (MDA), kam schließlich noch ein weiteres Tool ins Spiel, das dank seiner Anbindung an LeanConnect informationsverlustfreie Datentransfers aus den zuvor vorgestellten Softwarelösungen ermöglicht und Betrieben der E-Handwerke damit die Möglichkeit bietet, wichtige Arbeitsprozesse ohne viel Aufwand zu digitalisieren. „Papier“, so dann auch das Fazit von Andreas Dörflinger, „wird damit überflüssig.“

Digitalisierung noch viel weiter denken
Interessante Perspektiven bot zudem der Vortrag von Susanne Reuß, Geschäftsführerin bei Mapstrom, einer webbasierten Anwendung für die lückenlose Echtzeit-Dokumentation von Elektroverteilungen in Gebäuden, und das über die gesamte Nutzungsdauer hinweg. Sie machte deutlich, welche Chancen LeanConnect für die Entwicklung von Branchenlösungen bietet und schloss ihre Erläuterungen mit den Worten, „diesen Kosmos möchten wir gerne mitaufbauen.“

In der anschließenden Diskussion ging es dann unter anderem um die Frage, ob sich mit dem E-Konfigurator auch Photovoltaik-Anlagen und Ladeinfrastruktur planen lassen und wie man Software-Anbieter zu einem Anschluss an LeanConnect bringt, um möglichst viele Arbeitsschritte im elektrohandwerklichen Alltag in den digitalen Raum zu verlagern. „Wenn Ihr Tool noch kein LeanConnect kann, sprechen Sie den Anbieter darauf an und versuchen Sie, ihn davon zu überzeugen, diesen Standard zu etablieren“, so ein Rat von Stefan Ehinger: „Als Marktteilnehmer können wir mit unserer Nachfrage hier durchaus steuern!“

Informationsgewinnung im digitalen Zeitalter – ein Wettbewerbsvorteil
Der zweite Tag entführte Elektrohandwerker/-innen schließlich in die Welt der digitalen Informationsgewinnung und Kundenansprache. Wie ticken Kunden heute, wo informieren sie sich und was bedeutet das für die Handwerksbetriebe? In seinem Vortrag machte Andreas Dörflinger deutlich, wie stark sich der Markt durch die Digitalisierung verändert hat. Gleichzeitig zeigte er auf, welche Chancen die digitale Transformation bietet und schloss nach seiner Vorstellung des verbandseigenen Netzwerkes Digitalisierung mit einer Einladung an die Teilnehmer, in der Initiative mitzuarbeiten: „Helfen Sie mit, die digitalen E-Handwerke zu gestalten! Bringen Sie sich ein. Denn zusammen kommen wir am weitesten.“

Digitalisierung ist ein Gemeinschaftsprojekt
Ein Appell, dem sich auch Verbandspräsident Lothar Hellmann anschloss, der noch einmal die jüngsten Branchenentwicklungen Revue passieren ließ und darauf hinwies, dass – bei aller Digitalisierung – auch Messeveranstaltungen unverzichtbar sind. Im Anschluss an den ZVEH-Präsidenten präsentierten Stefan Ehinger und Arnd Hefer mit „Mein E-Handwerk“ die neue verbandsübergreifende Informationsplattform der E-Handwerke und machten Lust aufs Einloggen. Dass auch der Marketingpool der Arbeitsgemeinschaft Medienwerbung (ArGe Medien) im ZVEH viel zu bieten hat, zeigte der Vortrag von ArGe-Geschäftsführerin Gabi Schermuly-Wunderlich, die Funktionen wie den Webseiten-Konfigurator, Material für die Nachwuchswerbung und individualisierbare Werbemittel vorstellte. „Aus der Praxis für die Praxis“ lautete dann das Motto von Nils Kusserow und Julian Kröschel, die als Jungunternehmer von ihren Erfahrungen mit dem digitalen Berichtsheft (E-Zubi-App) und den E-Protokollen berichteten. Einhelliges Fazit der beiden Betriebsinhaber: Beide Lösungen sparen wertvolle Zeit, Nerven und Papier und machen Prozesse nicht nur schneller, sondern auch transparenter.

Am Ende des hochinformativen zweiten Vormittags stellte sich dann mit „Deutschland tankt Strom“ noch eine weitere, von der elektrohandwerklichen Organisation geschaffene Plattform vor. Das Portal für Besitzer von E-Fahrzeugen und potentielle Käufer batteriebetriebener Fahrzeuge gewinnt mit dem Hochlauf der Elektromobilität zunehmend an Bedeutung – für Endkunden ebenso wie für auf E-Mobilitäts-Fachbetriebe, die mit ihren Leistungen über die integrierte Suchfunktion auffindbar sind.  

Eigene Veranstaltung für Entwickler
Speziell an Entwickler digitaler Tools und Software wendete sich ein Entwicklertag, der am Nachmittag des 16. März stattfand und bei dem es darum ging, professionelle Anbieter, EDV-affine Handwerker und branchenfremde Unternehmen mit zündenden Ideen und Digitalisierungsprojekten miteinander zu vernetzen. Ein Vorhaben, das gelang und bei dem die Teilnehmer/-innen – Vertreter aus dem Handwerk und Großhandel, Hersteller, E-Marken-Partner und Software-Häuser – interessante Synergieeffekte entdeckten, so dass bereits kurz nach der Veranstaltung erste Gespräche zu neuen Projekten geführt werden konnten.

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